MS Therapie in Schwangerschaft

MS und Schwangerschaft:

Dr. Girolama Alessandra Marfia

Dr. Girolama Alessandra Marfia ist Assistenzprofessorin für Neurologie in der Klinik für Neurologie, System Medizin Institut der Universität von Rom „Tor Vergata“, Italien und sie ist Leiterin der Multiple Sklerose Abteilung der Tor Vergata Universitätsklinik in Rom, Italien.

MS und Schwangerschaft:

Prof. Dr. Jelena Drulovic

Frau Prof. Dr. Jelena Drulovic schloss ihr Studium an der Medizinischen Fakultät der Universität Belgrad im Jahr 1983 ab. Im Jahr 1986 begann sie als Assistenzärztin an der Klinik für Neurologie, Klinikzentrum Serbien, Belgrad, Serbien zu arbeiten.

Registerstudie zum Vergleich der Hirnatrophie-Raten von krankheitsmodifizierenden Medikamenten (DMDs) der ersten und der zweiten Generation bei MS-Patienten mit MS ohne Schübe

Masuda H et al.: Comparison of brain atrophy in patients with multiple sclerosis treated with first- versus se

Studie kompakt

Ziel der Studie

Das Ziel dieser Studie war es, die Hirnatrophie-Raten von DMDs der ersten und der zweiten Generation bei MS-Patienten ohne Schübe zu untersuchen.

 

Ergebnisse

  • Die jährliche Schubrate war bei Patienten mit DMD der ersten Generation niedriger als bei Patienten mit DMD der zweiten Generation (Median 0,26 vs.

Schlussfolgerung

Die mediane annualisierte Atrophierate des normalisierten Gehirnvolumens in der DMD-Gruppe der ersten Generation ähnelte der zuvor gemeldeten jährlichen Atrophie-Rate gesunder Kontrollen, was darauf hindeuten kann, dass die Behandlung mit einem DMD der ersten Generation

Literatur

Hier finden Sie die Betaferon-Fachinformation.

Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie

S1-Leitlinie „Neurologische Manifestationen bei COVID-19“

Studie kompakt

Auszug Seite 12 der Leitlinie:

„Risiko und Verlauf von COVID-19 unter einer Immuntherapie“

Ermittlung der Prävalenz und Vergleich unerwünschter Schwangerschaftsausgänge bei Frauen mit MS, die IFNß ausgesetzt waren, und Frauen mit MS, die nicht DMT-exponiert waren.

Seit September 2019 kann Interferon beta auch während einer Schwangerschaft, wenn es medizinisch indiziert ist, und in der Stillzeit eingesetzt werden.

Registerstudie zu Interferon beta in der Schwangerschaft

Hakkarainen KM et al., Ther Adv Neurol Disord. 2020

Die Autorin untersuchte, gemeinsam mit ihrem Team, 2831 Schwangerschaften aus den finnischen und schwedischen Gesundheitsregistern.

Studie kompakt

Die Autorin zieht folgende Schlüsse:

Ziel der Studie

Ermittlung der Prävalenz und Vergleich unerwünschter Schwangerschaftsausgänge bei Frauen mit MS, die IFNß ausgesetzt waren, und Frauen mit MS, die nicht DMT-exponiert waren.

 

Schlußfolgerung

Diese große bevölkerungsbasierte Studie zeigte keine Hinweise darauf, dass bei Frauen mit MS eine Exposition mit Interferon beta sechs Monate vor oder während der Schwangerschaft zu einem Anstieg der Prävalenz unerwünschter Schwangerschaftsausgänge führt im Vergleich zu

Literatur

Mehr zum Thema

Seit September 2019 kann Interferon beta auch während einer Schwangerschaft, wenn es medizinisch indiziert ist, und in der Stillzeit eingesetzt werden.

MS-Medikamente und Kinderwunsch

Berenguer-Ruiz et al.  J Neurol. 2019

An Multiple Sklerose erkrankten Frauen wird meist empfohlen während einer Schwangerschaft keine krankheitsmodifizierenden Medikamente einzunehmen.

Studie kompakt

Die AutorInnen ziehen folgende Schlüsse:

Bei geplanter Schwangerschaft wird meist empfohlen, die den Krankheitsverlauf modifizierende Therapie (DMT) abzusetzen. Dies kann zum Wiederaufflammen oder zur Progression der Erkrankung führen. Risiken für Mutter und Kind sind genau abzuwägen.

Fazit

Für Leticia Berenguer-Ruiz et al. sprechen die Ergebnisse dafür, dass RRMS-Patientinnen mit Kinderwunsch, die Interferon beta oder Glatirameracetat spritzen, ihre Medikation nicht vor der Schwangerschaft beenden sollten.

Literatur

 

Mehr zum Thema

Seit September 2019 kann Interferon beta auch während einer Schwangerschaft, wenn es medizinisch indiziert ist, und in der Stillzeit eingesetzt werden.

Neurologie trifft Babywunsch

Im August 2019 stand das Fortbildungsprogramm ganz unter dem Motto Neurologie trifft Babywunsch“.

Wir geben Ihnen nun gerne die Möglichkeit drei der informativen Vorträge anzuschauen.

 

PD Dr. Meves
Frau PD Dr. med. Saskia Hannah Meves

Frau PD Dr. Meves verbrachte den Großteil ihrer medizinischen Laufbahn am St. Josef-Hospital in Bochum, bei der sie die Leitung des Ultraschall-Labors innehatte. 2015 wechselte sie schließlich zum Klinikum St. Josef-Krankenhaus Essen-Kupferdreh und baute zudem eine zertifizierte Stroke Unit im St. Marienhospital Mülheim auf. Seit 2018 ist sie DEGUM-Kursleiterin (Deutsche Gesellschaft für Ultraschall in der Medizin e.V.) der Stufe III.

Dr. Thiel
Dr. rer. nat. Sandra Thiel

Frau Dr. Thiel verfasste, während ihrer Arbeit als Apothekerin am Deutschen Multiple Sklerose und Kinderwunschregister der neurologischen Klinik der Ruhr Universität Bochum, ihre Dissertation zur Anwendung von MS-Therapeutika in der Schwangerschaft. Seit 2016 ist sie Projektmanagerin an selbigem Register.

Dr. Florian Weißinger

Dr. Weißinger arbeitet derzeit als Oberarzt im Humboldt-Klinikum für Neurologie.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit

Neurologie und Gynäkologie 

Frau Dr. med Undine Proschmann aus der Klinik und Poliklinik für Neurologie und Herr PD Dr. med. C.

Die Therapieentscheidung mit möglicher Familienplanung in Einklang bringen

Babywunsch ist bei MS-Patienten ein sehr präsentes Thema. Schon bei der Therapieentscheidung nach der Diagnose sollte die Familienplanung berücksichtigt werden.

Themen aus dem Arzt-/Patientengespräch

Die Sorgen und Bedenken von schwangeren MS-Patientinnen ernst nehmen und lindern, ist auch ein Teil des Arbeitsalltag eines Arztes.

Betreuung und Unterstützung von MS-Patientinnen 

Babywunsch und Schwangerschaften sind sehr freudige und aufregende Zeiten, in denen aber auch viele Fragen auftreten. Wie können Gynäkologen die Schwangerschaft von MS-Patientinnen begleiten?

„Geplant & Ungeplant“: Der Beginn einer Schwangerschaft kommt manchmal für den Arzt genauso unterwartet, wie für die MS-Patientin 

Bei Schwangerschaften ist man besonders achtsam, und bei MS-Patientinnen kommen durch die Vorerkrankung noch weitere Aspekte dazu, die beachtet werden s

Dr. med. Undine Proschmann 

Dr. Proschmann begann 2015 als Assistenzärztin in der Abteilung Neurologie der Universitätsklinik in Dresden. Ihre Doktorarbeit beendete sie 2018 erfolgreich im Themengebiet der Multiplen Sklerose. 

PD Dr. med. Cahit Birdir 

PD Dr. med. C. Birdir ist leitender Oberarzt für Geburtshilfe und Pränataldiagnostik. 

MS und Schwangerschaft

Interview mit Priv.-Doz. Dr. med. Karl Baum 

Mit seiner langjährigen Erfahrung bei der Behandlung von MS-Patienten stellt sich Priv.-Doz. Dr.

Das gesamte Interview gibt es hier auch zum Nachlesen! 

 

Herr Priv.-Doz. Dr. med. Karl Baum leitet die Neurologische Abteilung der Klinik Hennigsdorf nahe Berlin. Die Klinik Hennigsdorf ist ein MS-Schwerpunktzentrum (DMSG-Zertifikat), ambulant wie stationär.

Babywunsch

Hier finden Sie alles rund um das Thema Familienplanung und Babywunsch. Schauen Sie sich auch die neuesten Untersuchungen zu Babywunsch unter Therapie an.