Relapses and obstetric outcomes in women with multiple sclerosis planning pregnancy 

Auszug aus der Population von Berenguer-Ruiz et al., 2019 

 

 

 

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Abstract

Objective 

To evaluate the effect of discontinuation of different disease-modifying therapies (DMTs) before pregnancy with respect to the occurrence of relapses and pregnancy outcomes.

Methods

Women with multiple sclerosis who desire to bear children were followed prospectively. Demographic data, clinical characteristics, and the information on the use of DMTs were collected. A multivariate analysis was used to assess the relationship between relapses and the prior use of different DMTs.

Results 

The present study assessed 75 consecutive pregnancy plans (66 women), 65 of which resulted in pregnancy. The mean age of the participants was 32.1 ± 4.2 years, and the mean disease duration was 6.1 ± 4.2 years. No relapses before pregnancy were reported in the group of women who maintained their DMT until pregnancy confirmation, while 14 relapses were reported in 12/42 women (29%) who discontinued DMT before pregnancy. During pregnancy, patients on natalizumab or fingolimod before pregnancy had a higher rate of relapses. Most women restarted their previous DMT after delivery within
the first trimester. The relapse rate in postpartum was 0.07.

Conclusion

Disease-modifying therapies received influences the risk of relapse and disease progression from women who are planning pregnancy. The risk of relapse during pregnancy was significantly higher in the group of women treated with natalizumab or fingolimod compared to the group of women treated with interferon beta or glatiramer acetate. The postpartum risk of relapses was lower than that found in previous reports.


Studienziel
  • die Auswirkung des Absetzens verschiedener DMTs vor der Schwangerschaft in Bezug auf das Auftreten von Schüben und die Schwangerschaftsergebnisse zu bewerten
Studiendesign
  • Prospektive Beobachtungsstudie an zwei Gemeinden in Südost Spanien
  • Einschluss von Frauen mit RRMS diagnostiziert durch McDonald Diagnosekriterien
  • MS-Patientinnen mit Babywunsch
  • routinemäßige Nachuntersuchungen, die Klinikbesuche alle 6 Monate beinhalten
  • die endgültige Entscheidung zu welchem Zeitpunkt das Medikament abgesetzt wird, trifft allein die Patientin
Studienergebnisse
  • Ausgangsdaten: mittleres Alter: 32,1 +/- 4,2; mittlere Krankheitsdauer: 6,1 +/- 4,2; mittlerer EDSS-Wert: 1,2 +/- 1
  • Schübe vor der Schwangerschaft:

         Frauen mit DMT-Aussetzen:       14 Schübe bei 12 Frauen von 42 (29%)

         Frauen mit DMT bis zur Schwangerschaft: kein Schub aufgetreten 

  • Schübe während der Schwangerschaft: bei 6 Frauen insgesamt 11 Schübe 

         Natalizumab oder Fingolimod Einnahme: Schubrate im Jahr vor der Schwangerschaft 0,0; Schubrate während der Schwangerschaft 0,71

         Interferon-beta oder Glatirameracetat Einnahme: Schubrate im Jahr vor der Schwangerschaft 0,11; Schubrate während der Schwangerschaft 0,02    

  • die Fortschreitung der Behinderung wurde 6 Monate nach der Entbindung mittles EDSS gemessen

         bei Frauen mit Schub während der Schwangerschaft: bei 4/5 ein Fortschreiten festgestellt

         bei Frauen ohne Schub während der Schwangerschaft: bei 2/50 ein Fortschreiten festgestellt

  • Schwangerschaftsergebnisse:    59 Lebendgeburten (ein Baby mit angeborener Anomalie)

                                                          1 ektope Schwangerschaft

                                                          5 Spontanaborte

  • Geburtsgewicht: mittleres Geburtsgewicht: 3040 +/- 659g; 9 Neugeborene mit niedrigem Geburtsgewicht (15,3%)
  • Wiederaufnahme der Therapie: 36 innerhalb erster Monat (61%); 48 im ersten Trimester (81,4%)
  • 4 Schübe bei 4 Frauen im ersten Trimester nach der Geburt (3 ohne vorherige Wiederaufnahme der Therapie)
Schlussfolgerung
  • MS-Patientinnen sollten ihre Behandlung mit Glatirameracetat und Interferon-beta bis zur Schwangerschaft beibehalten
  • Eine frühzeitige Wiederaufnahme der DMT könnte postpartale Rückfälle vermindern
  • Patientinnen die Natalizumab und Fingolimod einnehmen, bilden eine Risikogruppe, ihre Situation sollte genaustens eingeschätzt werden