September 2014

Beta-Interferone bei MS: Das sagen die Experten

Ende August berichtete das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM), dass bei der Therapie mit Interferon-beta Fälle von sogenannter thrombotischer Mikroangiopathie (Verschluss kleinster Gefäße) und Nierenerkrankungen auftreten können. Anlass für den BfArM-Bericht waren Meldungen zu diesen Erkrankungen, die teilweise schon einige Jahre zurückliegen.

Die Fachinformationen zu Interferon-beta enthalten zum Teil bereits Angaben zu diesen Erkrankungen unter seltenen Nebenwirkungen.

Insgesamt ergibt sich, so die Stellungnahme der DMSG und des KKNMS, trotz dieser Meldungen keine Änderung der Nutzen-Risiko-Bewertung von Interferon-beta-Präparaten. Das Sicherheitsprofil dieser Präparate ist seit mehr als 20 Jahren in der MS-Behandlung gut bekannt. „Die aktuelle Information des BfArM allein gibt aber keinen Anlass, eine wirksame und gut vertragene Interferon-Therapie abzubrechen“, so die Autoren.

 

Quellen:

Stellungnahme der DMSG und des KKNMS

Bericht der DMSG zu den Warnhinweisen