Behandlungs­möglichkeiten im Überblick

Die heutige Behandlung der MS stützt sich dabei auf moderne medikamentöse Wirkstoffe und – soweit das notwendig ist – auf begleitende Maßnahmen wie Krankengymnastik oder Ergotherapie.

In der medikamentösen Therapie muss man dabei zwei Ziele unterscheiden:

  • Die Schubtherapie

Darunter versteht man die Behandlung akuter Beschwerden, wie sie bei einem MS-Schub auftreten können. Hier geht es vor allem um eine rasche Linderung der subjektiven Symptome, aber auch um eine Eindämmung der ausgeprägten Entzündungsreaktion im Nervengewebe.

  • Die Langzeittherapie (auch Basistherapie)

Hier handelt es sich um eine Dauertherapie, die einen weiteren MS-Schub verhindern oder zumindest möglichst lange hinauszögern soll. Diese Behandlung, die also dem generellen Voranschreiten der MS entgegenwirkt, muss auch dann erfolgen, wenn gerade keine Beschwerden bestehen.

Für den Verlauf der MS ist also vor allem die Langzeitbehandlung oder Basistherapie von großer Bedeutung. Mit den dafür heute zur Verfügung stehenden Immun-Therapeutika gelingt es nachweislich, die Häufigkeit von Schüben zu senken und damit den Krankheitsverlauf zu verlangsamen.

  • Die Behandlung bei starker Krankheitsprogression (auch Eskalationstherapie)

Manchmal lässt sich das Fortschreiten der MS mit einer Basistherapie nicht ausreichend verzögern. Es kommt dann trotz der Behandlung zu häufigen und schweren Schüben. In diesem Fall müssen weitere und noch stärkere Medikamente eingesetzt werden.

Grundsätzlich wird die Multiple Sklerose immer entsprechend des Verlaufs und der Schwere behandelt. Dafür gilt ein Stufenschema.