Partnerschaft und Sexualität

Zu den gar nicht so selten auftretenden Problemen bei MS zählen Sexualprobleme. Sie können sowohl organische als auch psychische Ursachen haben, deren Ursprung in der MS zu finden ist.

Das Wichtigste bei diesen Problemen ist - wie bei allen anderen MS-bedingten Problemen auch - den Dingen ins Gesicht zu schauen und die Problemlösung aktiv anzupacken.

Sexualität und sexuelle Probleme sind natürlich für MS-Betroffene genauso wichtig wie für die gesunde Normalbevölkerung. Das Aufarbeiten solcher Schwierigkeiten verlangt eine sehr vertrauensvolle Basis mit dem Gesprächspartner, sei es der Partner, der Arzt, der Psychologe oder der Psychotherapeut.

Viele Menschen – egal, ob gesund oder krank - finden es schwierig, mit jemand anderem über ihre sexuellen Probleme zu sprechen. Offenheit hilft: Das Wichtigste ist, dass der Betroffene lernt, offen über die Probleme zu sprechen, und dass gemeinsam Lösungen gesucht werden. Nötigenfalls sollte ein Arzt oder Sexualtherapeut hinzugezogen werden.

Bei der MS gibt es mehrere Ursachen, die als Gründe für sexualitätsbezogene Probleme in Betracht kommen können: Einerseits kann die emotionale und psychische Belastung eines MS-Betroffenen so groß sein, dass er schlicht den Spaß an seiner Sexualität verliert und auch gar kein Verlangen mehr nach Zärtlichkeit und körperlicher Liebe hat. Andererseits kann es aber auch sein, dass die Erkrankung selbst oder die daraus resultierende körperliche Beeinträchtigung sexuelle Aktivitäten problematisch macht. Oftmals kommen beide Faktoren zusammen und verstärken sich gegenseitig.