Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie

S1-Leitlinie „Neurologische Manifestationen bei COVID-19“

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Studie kompakt

„…Die Infektion mit dem neuen Severe acute respiratory syndrome Coronavirus 2 (SARS-CoV-2) führt zu einem bisher unbekannten Krankheitsbild, welches als COVID-19 (COrona VIrus Disease-2019) bezeichnet wird und erstmalig in der Region Hubei in China beschrieben wurde. Die Infektion wurde durch die WHO am 11.03.2020 zur Pandemie erklärt.

Diese S1-Leitlinie spricht Handlungsempfehlungen für die Versorgung von Patienten mit SARS-CoV-2-Infektion hinsichtlich neurologischer Manifestationen, von Patienten mit neurologischer Erkrankung mit und ohne SARS-CoV-2-Infektion und für den Schutz des versorgenden Personals aus. Dabei soll diese Leitlinie in der neurologischen Praxis und Klinik einfach anwendbar sein.

…“

Auszug Seite 12 der Leitlinie:

„Risiko und Verlauf von COVID-19 unter einer Immuntherapie“

Ermittlung der Prävalenz und Vergleich unerwünschter Schwangerschaftsausgänge bei Frauen mit MS, die IFNß ausgesetzt waren, und Frauen mit MS, die nicht DMT-exponiert waren.

  • Aus den bisherigen Berichten kann kein erhöhtes Risiko für eine COVID-19-Erkrankung unter einer Immuntherapie abgeleitet werden.
    (Starke Zustimmung, 100%)
  • Es empfiehlt sich daher, Immuntherapien fortzusetzen. Individuelle Risikofaktoren wie Patientenalter, Morbidität und regionale Prävalenzen von COVID-19 sollten jedoch zur Einschätzung des individuellen Patientenrisikos miteinbezogen und im Einzelfall Deeskalationsstrategien wie eine Therapieumstellung oder eine Intervallverlängerung evaluiert werden. 
    (Starke Zustimmung, 100%)
  • Im Fall einer COVID-19-Erkrankung sollten insbesondere Aspekte wie Krankheitsaktivität der zugrunde liegenden neurologischen Erkrankung sowie der bisherige Therapieverlauf berücksichtigt und die Immuntherapie ggf. pausiert werden.
    (Starke Zustimmung, 100%)

 

Übersicht über die aktuell angewandten Immuntherapien bei neurologischen Krankheitsbildern und Empfehlungen in Zeiten der COVID-19-Pandemie und im Fall einer akuten COVID-19-Erkrankung

Dargestellt sind die verlaufsmodifizierenden und Akut-Therapien zur Behandlung der Multiplen Sklerose aus der Gesamtübersicht (Tabelle Seite 19-21)

 

Seit September 2019 kann Interferon beta auch während einer Schwangerschaft, wenn es medizinisch indiziert ist, und in der Stillzeit eingesetzt werden.

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in unserem Themen-Special: Stillen unter Interferon Beta und der Betaferon-Fachinformation.