Erneuerung der Arzneimittelverschreibungsverordnung

Zum 1. November 2020 wird Dosierungsangabe auf dem Rezept Pflicht!

Rezepte müssen künftig bei allen Humanarzneimitteln die Dosierung enthalten. Bislang war dies nur bei Verordnungen von Betäubungsmitteln und Rezepturarzneimitteln verpflichtend. Am 1. November tritt diese Änderung aufgrund der 18. Verordnung zur Änderung der Arzneimittelverschreibungsverordnung (AMVV) aus 2019 in Kraft.

Die seit dem 01.10.2020 ausgelieferten Updates der in Arztpraxen und Krankenhäusern zum Einsatz kommenden Praxisverwaltungssystemen (PVS) sehen bereits vor, dass die Dosierungsangaben zu verordneten Arzneimitteln im Rahmen der Bedruckung der Rezepte mit aufgetragen werden können. Ab 1. November ist die Dosierungsangabe dann definitiv verbindlich.

Auf dem Arzneimittelrezept ist entweder:

  • die Dosierung anzugeben oder
  • zu kennzeichnen, dass der Patient ein Medikationsplan oder eine schriftliche Dosierungsanweisung erhaltet hat.

Der Aufdruck der Dosierung (zum Beispiel ≫0-0-1-0≪) erfolgt hinter dem verordneten Arzneimittel am Ende der Verordnungszeile. Die Kennzeichnung des Rezeptes, wenn alternativ ein Medikationsplan oder eine anderweitige schriftliche Dosierungsanweisung vorliegt, wird über das Kürzel ≫Dj≪ ("Dosierungsanweisung vorhanden: ja") an gleicher Stelle abgebildet.

Was bedeutet diese neue Regelung für Betaferon?

Betaferon wird nicht täglich, sondern jeden zweiten Tag angewendet. Deshalb ist eine Angabe der täglichen Dosierung auf dem Rezept nicht sinnhaft.

Da die Verordnung auf dem Rezept zwingend eine Dosierungsangabe oder den Hinweis auf einen Medikationsplan bzw. eine anderweitige Dosierungsanweisung enthalten muss, bildet die Angabe von >>Dj<< die Realität am besten ab.

 

Musterrezept Betaferon mit Kennzeichnung >>Dj<<

Musterrezept Betaferon mit Kennzeichen Dj