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9.4 Leber- und Gallenerkrankungen

Während klinischer Studien traten bei mit Betaferon behandelten Patienten sehr häufig asymptomatische – zumeist leichte und vorübergehende – Erhöhungen  der Transaminasenwerte auf. Bei Patienten unter Therapie mit Betaferon wurde – wie auch für andere Interferone – selten über schwere Leberschädigung  einschließlich Fälle von Leberversagen berichtet. Die schwerwiegendsten Fälle traten häufig  bei Patienten auf, die andere mit Lebertoxizität assoziierte Medikamente oder Substanzen erhielten oder bei Bestehen gleichzeitiger Erkrankungen (z.B. metastasierende maligne Erkrankungen, schwere Infektionen und Sepsis oder Alkoholmissbrauch). Patienten müssen auf Anzeichen von Leberversagen hin überwacht werden. Erhöhte Transaminasenwerte  müssen engmaschig kontrolliert werden. Bei signifikanter Erhöhung oder wenn Symptome auftreten, die mit klinischen Symptomen wie Gelbsucht assoziiert sind, muss in Erwägung gezogen werden, Betaferon abzusetzen. Sind klinische Anzeichen eines Leberschadens nicht vorhanden  und die Leberenzymwerte wieder im Normbereich, kann erwogen  werden, wieder mit der Therapie zu beginnen. Im weiteren Therapieverlauf muss dann die Leberfunktion sorgfältig überwacht werden.1


Siehe hierzu auch Kapitel 10.3. (Kontrolluntersuchungen) und 10.4. (Therapieunterbrechungen)

Literatur
  1. Fachinformation Betaferon, Stand März 2017.