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3.2.3 BENEFIT-8-Jahresdaten

Long-term impact of interferon beta-1b in patients with CIS: 8-year follow-up of BENEFIT

2011

Auszug aus der Publikation Edan G et al., 2014

Abstract

Objective: To examine the long-term impact of early treatment initiation of interferon beta-1b (IFNb-1b, Betaferon/Betaseron) in patients with a first event suggestive of multiple sclerosis (MS).

Methods: In the original placebo-controlled phase of BENEFIT, patients were randomised to IFNb-1b 250 μg or placebo subcutaneously every other day. After 2 years or diagnosis of clinically definite MS (CDMS), all patients were offered open-label IFNb-1b treatment for a maximum duration of 5 years. Thereafter, patients were enrolled in an observational extension study for up to 8.7 years.

Results: Of the initial 468 patients, 284 (60.7%; IFNb1b: 178 (61.0% of the original arm), placebo: 106 (60.2% of original arm)) were enrolled in the extension study. 94.2% of patients were receiving IFNb-1b. Patients originally randomised to IFNb-1b had a reduced risk of developing CDMS by 32.2% over the 8-year observation period (HR 0.678; 95% CI 0.525 to 0.875; p = 0.0030), a longer median time to CDMS by 1345 days (95% CI 389 to 2301), and a lower annualised relapse rate (0.196 (95% CI 0.176 to 0.218) versus 0.255 (95% CI 0.226 to 0.287), p = 0.0012), with differences mainly emerging in the first year of the study. Cognitive outcomes remained higher in the early treated patients. EDSS remained low over time with a median of 1.5 in both arms.

Conclusions: These 8-year results provide further evidence supporting early initiation of treatment with IFNb-1b in patients with a first event suggestive of MS.

Edan G et al., J Neurol Neurosurg Psychiatry 2014;85(11):1183–1189

Studienziel:

  • Untersuchung des Langzeiteinflusses einer frühen Betaferon-Behandlung bei CIS-Patienten nach 8 Jahren

Studiendesign:

Abb. 13: Studiendesign BENEFIT-8
  • Die multizentrische, randomisierte BENEFIT-Studie setzte sich aus einer zweijährigen doppelblinden, placebokontrollierten Phase und einer prospektiv geplanten dreijährigen Nachbeobachtung (Jahr 3–5) zusammen, gefolgt von einer observationalen Extensionsphase mit einem maximalen Follow-up von 8,7 Jahren.
  • Patienten wurden entsprechend der Therapieempfehlung des Arztes behandelt. Folgende mögliche Therapien standen zur Verfügung: Betaferon oder andere MS-Basistherapien, Eskalationstherapien oder keine Behandlung 

 

Studienendpunkte:

  • Zeit bis zur CDMS
  • Jährliche Schubrate
  • EDSS
  • Zeit bis zur 1. Eskalationstherapie
  • Konversion zur SPMS
  • MSFC inkl. PASAT
  • Lebensqualiät gemessen mit Functional Assessment of MS (FAMS), FAMS-Trial Outcome Index (FAMS-TOI) und dem EuroQoL 5-Dimensional questionnaire (EQ-5D)

Studienergebnisse:

Abb. 14: Zeit bis zur klinisch gesicherten MS (CDMS)

Der frühe Behandlungsstart mit Betaferon, sofort nach dem ersten klinischen Ereignis, reduzierte das Risiko für die Konversion zur CDMS um 32,2% über 8 Jahre (p = 0,003). Die Zeit bis zur Konversion eines CIS zur CDMS war unter früher Betaferon-Therapie um 3,7 Jahre verzögert, 50. Perzentile.

Abb. 15: Wechsel auf eine Eskalationstherapie seit Beginn der BENEFIT-Studie

Über 8 Jahre ergibt sich ein geringes Risiko für einen Wechsel auf eine Eskalationstherapie nach initialer Betaferon-Therapie.

Die frühe Betaferon-Therapie bietet im Vergleich zu einem verzögerten Therapiestart große Vorteile im Beobachtungszeitraum von 8 Jahren:

  • Signifikante Verzögerung der Zeit bis zur Konversion zur CDMS unter früher im Vergleich zu verzögerter Betaferon-Therapie.
    • Der frühe Behandlungsstart mit Betaferon, sofort nach dem ersten klinischen Ereignis, reduzierte das Risiko für die Konversion zur CDMS um 32,2% über 8 Jahre (p=0,003).
    • Die Zeit bis zur Konversion eines CIS zur CDMS war unter früher Betaferon-Therapie um 3,7 Jahre verzögert, 50. Perzentile (s. Abb. 14)
  • Signifikant geringere, jährliche Schubrate nach frühem Therapiebeginn im Vergleich zu verzögerter Behandlung mit Betaferon (0,196 versus 0,255, p=0,0012). Die relative Risikoreduktion beträgt 22,9%.
  • Signifikant bessere kognitive Fähigkeiten (PASAT-Z-Score) unter früher im Vergleich zu verzögerter Betaferon-Therapie (p=0,0453).
  • Der EDSS blieb mit ca. 1,5 über 8 Jahre niedrig und stabil. Nach 8 Jahren hatten 86,3 % der Patienten einen EDSS < 3 (Medianwert).
  • 93,4% der Patienten konnten auf einer Basistherapie wie Betaferon, bleiben, nur 6,6% erhielten eine Eskalationstherapie. (s. Abb. 15)
  • Die von Patienten berichtete Lebensqualität war zu Baseline, über 2, 3, 5 und 8 Jahre Betaferon-Therapie unverändert hoch.