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10.7.1 Grippeähnliche Symptome

Grippeähnliche Symptome mit Fieber, Schüttelfrost, Gelenkschmerzen, Unwohlsein, Schwitzen, Kopfschmerzen oder Muskelschmerzen treten zu Beginn der Therapie (1. bis 3. Monat) häufiger auf und können während der Behandlung deutlich abnehmen (s. Abb. 48).1  Sie lassen sich meist durch eine einschleichende Dosierung und die prophylaktische Gabe von 500-1.000 mg Paracetamol oder 400-800 mg Ibuprofen 30 Minuten vor der Injektion kupieren.2
Weiterhin empfiehlt es sich, den Injektionszeitpunkt in den Abend zu verlegen, um eventuell auftretende Nebenwirkungen zu „verschlafen“.3, 4

Abb. 48: Reduktion grippeähnlicher Symptome am Beispiel Fieber

Nach praktischen Erfahrungen kann Fieber in den ersten Wochen und Monaten der Therapie auftreten. Einzelne Patienten berichten von einem erneuten Auftreten grippeähnlicher Symptome ein oder zwei Jahre nach Beginn der Betaferon-Therapie. In diesen Fällen empfiehlt sich ebenso eine Paracetamol- oder Ibuprofen-Medikation bzw. eventuell eine Dosisreduktion von Betaferon. 
Neben der konsequenten Anwendung nichtsteroidaler Antiphlogistika sind die Aufdosierung bei Behandlungsbeginn und die Benutzung von Injektomaten eine wesentliche Säule des Betaferon-Therapiemanagements.5, 2, 1

Literatur
  1. The IFNB MS Study Group, Neurology 1993; 43: 655 – 661.
  2. Kompetenznetz Multiple Sklerose, Qualitätshandbuch MS / NMOSD, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage Juli 2017
  3. Bayas A und Rieckmann P, Drug Safety 2000; 22 (2): 149 – 159.
  4. Gebrauchsinformation Betaferon, März 2017.
  5. Fachinformation Betaferon, Stand März 2017.