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10.5.3 Durchführung der Injektion

Betaferon sollte jeden 2. Tag, am besten abends, injiziert werden. So können zu Therapiebeginn möglicherweise auftretende Nebenwirkungen wie grippeähnliche Symptome „verschlafen“ werden, da diese häufig 2 bis zu 8 Stunden post injectionem auftreten.1,2 Der bestmögliche Zeitpunkt für eine Injektion kann individuell aber sehr unterschiedlich sein. Dies sollte mit dem Patienten besprochen werden.2
Nach Zubereitung der Injektionslösung empfiehlt sich eine sofortige Anwendung, obwohl die Anwendungsstabilität der rekonstituierten Lösung für 3 Stunden bei 2 bis 8° C nachgewiesen wurde.3
Die Injektion der Betaferon-Lösung kann sowohl mittels der herkömmlichen Handinjektion als auch unter Verwendung eines Injektomaten wie z.B. BETACONNECT erfolgen Kapitel 11.1.3,2 17 Für beide Anwendungen sollte die Injektion senkrecht als tiefe, subkutane Injektion erfolgen (s. Abb. 46).4

Abb. 46: Schema der optimalen Betaferon-Injektion

Nach erfolgter Injektion mit trockener Nadel (zur Vermeidung von immunologischen Reaktionen unter der Haut) sollte diese noch circa 10 Sekunden in der Haut verbleiben, um ein Rückfließen der Injektionslösung durch den Stichkanal zu vermeiden. Eine Massage oder Reiben der Injektionsstelle sollte auf jeden Fall vermieden werden, da hierbei u.U. eine Verstärkung möglicher Hautreaktionen ausgelöst werden kann. 

Die ersten Injektionen sollten unter Anleitung von Fachpersonal (Arzt, MS-Schwester) durchgeführt werden. Ergänzend zur ärztlichen Beratung steht auch das BETAPLUS-Serviceteam zur Verfügung - kostenlos unter der Rufnummer 0800 2 38 23 37. Geschulte Pflegekräfte unterstützen den Patienten von Therapiebeginn an durch eine qualifizierte und patientengerechte Beratung zur Therapie, auch im häuslichen Umfeld. Weitere ausführliche Informationen zum BETAPLUS-Patientenbetreuungsprogramm finden Sie in Kapitel 12
Unterstützende Materialien für Ihre Patienten können Sie ebenfalls unter der oben genannten Rufnummer sowie Ihren Außendienstmitarbeiter anfordern.

Literatur
  1. Bayas A und Rieckmann P, Drug Safety 2000; 22 (2): 149 – 159.
  2. Gebrauchsinformation Betaferon, März 2017.
  3. Fachinformation Betaferon, Stand März 2017.
  4. Albani C und Albani G, J Neurol Neurosurg Psychiatry 1997; 62: 418.