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10.5.2 Herstellung der Injektionslösung

Die Betaferon-Injektionslösung wird vom Patienten selbst und unmittelbar vor der Anwendung frisch zubereitet. Dies hat den Vorteil, dass der pH-Wert der Betaferon-Injektionslösung neutral gehalten werden kann.

Vorbereitung:

Zur Herstellung der Injektionslösung sollte zunächst die Kappe der Durchstechflasche nach oben gedrückt werden. Anschließend ist der Gummistopfen auf der Flasche mit Hilfe eines Alkoholtupfers zu reinigen. Der Tupfer kann danach auf dem Kopf der Durchstechflasche liegen bleiben.

Zusammensetzen:

Der Aufsatz für die Durchstechflasche (Mixject-Adapter) wird nach Abziehen der Schutzfolie nun samt Schutzverpackung auf den blauen Aufsatz auf die zuvor gereinigte Durchstechflasche gedrückt. Der Aufsatz sollte dabei einrasten. Danach kann die Schutzverpackung des Aufsatzes abgezogen und entsorgt werden. Während dieses Vorgangs ist darauf zu achten, dass der Aufsatz nicht berührt wird, damit die Sterilität gewährleistet bleibt. 
Im nächsten Schritt wird der orangefarbene Verschluss der Spritze mit dem Lösungsmittel entfernt, indem die Kappe in Pfeilrichtung abgedreht wird. Hierbei sollte der Luer-Lock-Ring (der transparente Teil am oberen Ende der Spritze) festgehalten werden. Die Spritze wird nun an dem Aufsatz für die Durchstechflasche angebracht. Dazu drückt man die vordere Seite der Spritze in die seitliche Öffnung des Aufsatzes und fixiert die Spritze durch vorsichtiges Drehen in Pfeilrichtung. 

Rekonstitution:

Zur Herstellung der Injektionslösung wird das gesamte Lösungsmittelvolumen in das Betaferon-Fläschchen gegeben. Um eine Schaumbildung zu vermeiden, sollte hierbei die Durchstechflasche während der Befüllung mit dem Lösungsmittel leicht schräg gehalten werden.
Anschließend wird das Pulver durch leichtes Schwenken der Spritzeneinheit vollständig aufgelöst. Auch hier ist darauf zu achten, dass kein Schaum entsteht. Es sollte eine klare, farblose Lösung entstehen, die frei von jeglichen Teilchen und Pulverresten ist.

Für eine Dosis von 250 µg (8,0 Mio. IE) entnimmt und injiziert man 1 ml des fertigen Arzneimittels subkutan.
Erfolgt zu Behandlungsbeginn eine Aufdosierung, so muss für die Verabreichung von 62,5 µg Betaferon aus der Durchstechflasche 0,25 ml in die Spritze aufgezogen werden, für die Verabreichung von 125 µg Betaferon entsprechend 0,5 ml und für die Verabreichung von 187,5 µg Betaferon 0,75 ml. Nähere Informationen können Sie auch der Fachinformation unter Abschnitt 4.2 entnehmen.

Vorbereiten der Injektion:

Die Spritzeneinheit sollte nun in eine waagerechte Position gebracht werden, sodass die Durchstechflasche mit der Injektionsflüssigkeit kopfüber nach oben zeigt. Im Anschluss kann der Kolben der Spritze langsam herausgezogen werden, sodass die fertige Lösung aus der Durchstechflasche in die Spritze zurückfließt. Vor dem Abkoppeln der Spritze ist darauf zu achten, dass sich in der Spritze keine Bläschen mehr befinden, da nach dem Abkoppeln des Aufsatzes von der Durchstechflasche ein Entfernen von Bläschen nicht mehr möglich ist.
Ist die Injektionslösung in der Spritze blasenfrei, kann nun die zu injizierende Menge eingestellt werden, indem die Lösung bis zur Markierung auf der Spritze zurückgedrückt wird.
Sobald die Dosierung richtig eingestellt ist, kann die Spritze von dem Aufsatz und der Durchstechflasche entfernt werden. Dafür sollte die Spritzeneinheit so gehalten werden, dass die Durchstechflasche nach unten zeigt. Der blaue Aufsatz kann nun durch Drehung in Pfeilrichtung gelöst und mit der Durchstechflasche abgezogen werden.
Durch das Trennen der Spritze vom Rest der Spritzeneinheit wird gewährleistet, dass die Lösung bei der Injektion nur durch die Nadel austritt. Die Nadel ist nun für die Injektion bereit. 

Abb. 45: Herstellung der Injektionslösung

Unterstützendes Material für Ihre Patienten erhalten Sie über das BETAPLUS-Serviceteam (kostenlos unter der Rufnummer 0800 2 38 23 37) und Ihrer/Ihrem Außendienstmitarbeiter/in.