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10.5.1 Auswahl und Vorbereitung der Injektionsstelle

Für den Therapieerfolg sind die aktive Mitarbeit Ihres Patienten und die konsequente Durchführung der Injektionen erforderlich. Das hier abgebildete Rotationsschema kann Ihrem Patienten die Auswahl, Erfassung und Kontrolle der Injektionsstellen erleichtern (Abb. 44). 
Durch einen regelmäßigen Wechsel der Injektionsstellen und die Verwendung von Injektomaten, wie z. B. des BETACONNECT (siehe Kapitel 11), kann das Auftreten von Hautreaktionen im Bereich der Injektionsstellen reduziert werden.1, 2
Bei Anwendung eines Rotationszyklus wird ein Injektionsbereich erst nach 8 Injektionen (16 Tagen) wieder erreicht. Innerhalb eines Injektionsgebiets sollte die unmittelbare Umgebung der letzten Injektion gemieden werden.3

Hat sich die Haut verändert, sind z. B. Schwellungen, Knötchen, Eindellungen oder Verhärtungen aufgetreten, darf an dieser Stelle nicht injiziert werden.3

Das BETAPLUS-Serviceteam hält für Ihre Patienten ein kostenloses Tagebuch bereit, in dem der Patient seine Injektionen und Injektionsstellen protokollieren kann. Als moderne Form des Injektionmanagements wird allen Betaferon-Patienten mit myBETAapp ein kostenloser, persönlicher und mobiler Injektionsmanager angeboten. Ihr Patient kann seine Therapie von überall managen und somit sein Therapiemanagement vereinfachen. myBETAapp zeigt im Injektionskalender alle eingetragenen, vergessenen und geplanten Injektionen an. Der Kalender erinnert Ihren Patienten an die nächste Injektion und schlägt ihm  geeignete Injektionsstellen nach dem Rotationsprinzip vor. Ihr Patient kann seine Injektionen eintragen und diese mit Notizen versehen. Außerdem hat Ihr Patient die Möglichkeit, sein Rotationsschema zu individualisieren (siehe Kapitel 11.1.2.)

Abb. 44: Die acht möglichen Injektionsbereiche

Die ersten Injektionen sollten unter Anleitung von Fachpersonal (Arzt, MS-Schwester) durchgeführt werden. Ergänzend zur ärztlichen Beratung steht auch das BETAPLUS-Serviceteam zur Verfügung - kostenlos unter der Rufnummer 0800 2 38 23 37. Geschulte Pflegekräfte unterstützen den Patienten von Therapiebeginn an durch eine qualifizierte und patientengerechte Beratung zur Therapie, auch im häuslichen Umfeld. 
Weitere ausführliche Informationen zum BETAPLUS-Patientenbetreuungsprogramm finden Sie in Kapitel 12.
Unterstützende Materialien für Ihre Patienten können Sie ebenfalls unter der oben genannten Rufnummer sowie Ihren Außendienstmitarbeiter anfordern.

Literatur
  1. Fachinformation Betaferon, Stand März 2017
  2. Ziemssen T et al., Neurol Ther 2015; 4 (2): 125-136.
  3. Albani C und Albani G, J Neurol Neurosurg Psychiatry 1997; 62: 418.