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10.2 Aufdosierung zu Therapiebeginn

Im Allgemeinen wird zu Beginn der Therapie eine Auftitrierung der Dosis empfohlen. 
Die Behandlung sollte mit einer Dosis von 62,5 μg (0,25 ml) begonnen werden, die subkutan jeden zweiten Tag verabreicht wird. Anschließend sollte die Dosis langsam auf 250 μg (1,0 ml) jeden zweiten Tag gesteigert werden (s. Abb. 431). Sollten erhebliche unerwünschte Wirkungen auftreten, kann die Titrationsphase angepasst werden. Um eine adäquate Wirksamkeit zu erzielen, sollte eine Dosis von 250 μg (1,0 ml) jeden zweiten Tag erreicht werden.1
MS-Patienten reagieren unterschiedlich empfindlich auf Betaferon. Das unten aufgeführte Schema stellt eine Empfehlung dar, das für die meisten Patienten anwendbar ist, von dem im Einzelfall aber abgewichen werden kann.

Abb. 43: Nach Fachinformation empfohlenes Aufdosierungsschema

Für den Therapiebeginn mit Betaferon ist eine Aufdosierungspackung, die sich aus vier unterschiedlich markierten Dreierpackungen zusammensetzt, erhältlich. Diese Packung deckt den Bedarf des Patienten für die ersten 12 Injektionen. 
Durch die einschleichende Dosierung kann die Verträglichkeit verbessert werden. Neben der Benutzung von Injektomaten und konsequenter Anwendung nichtsteroidaler Antiphlogistika, z.B. Ibuprofen, ist die einschleichende Dosierung eine wesentliche Säule des Nebenwirkungsmanagements der Betaferon-Therapie (Abb. 43).1, 2, 3, 4

Literatur
  1. Fachinformation Betaferon, Stand März 2017.
  2. Kompetenznetz Multiple Sklerose, Qualitätshandbuch MS / NMOSD, 2. überarbeitete und erweiterte Auflage Juli 2017
  3. Rice G et al, Neurology 1999; 52: 1893 – 1895. 
  4. Brochet B et al, Rev Neurol (Paris) 2006; 162: 735 – 740