Die Informationen auf den nächsten Seiten dürfen nur medizinischen Fachkreisen zugänglich gemacht werden (Heilmittelwerbegesetz). Sie haben die Möglichkeit sich sowohl über den Bayer Vital Login als auch über DocCheck einzuloggen.

Sollten Sie noch bei keinem dieser Services registriert sein, melden Sie sich bitte dort an. Es warten noch viele weitere interessante Artikel und Services auf Sie.

I. Klinisch Isoliertes Syndrom (CIS):

  • Betaferon kann bei Patienten mit erstmaligem demyelinisierenden Ereignis mit aktivem entzündlichen Prozess angewendet werden, wenn
     
    • dieses Ereignis schwer genug ist, um eine intravenöse Kortikosteroidtherapie zu rechtfertigen,
    • mögliche Differenzialdiagnosen ausgeschlossen wurden und
    • bei diesen Patienten der Beurteilung zufolge ein hohes Risiko für das Auftreten einer klinisch gesicherten Multiplen Sklerose besteht.1

 

Abb. 1: Verlauf nach dem ersten auf eine MS hinweisendes Ereignis

Das Risiko des Fortschreitens zu einer CDMS (Clinically Definite Multiple Sclerosis) innerhalb von zwei Jahren war zu Studienbeginn höher bei

  • Patienten mit monofokaler Erstmanifestation bei Vorliegen von
    • mindestens 9 T2-Läsionen im MRT oder
    • mindestens 1 Gadolinium aufnehmenden Läsion im MRT
  • Patienten mit multifokaler Erstmanifestation unabhängig vom MRT-Befund.1

 

Definition „monofokal“ 

Erstes klinisches Ereignis, bei dem die Zeichen und Symptome durch eine einzige ZNS-Läsion erklärt werden, z. B. Verlust der motorischen Funktion im rechten Arm. (s. Abb. 2)

Definition „multifokal“ 

Erstes klinisches Ereignis, bei dem die Zeichen und Symptome durch mindestens zwei zugrunde liegende ZNS-Läsionen erklärt werden müssen, z. B. Verlust der motorischen Funktion im rechten Arm und positives Babinski-Zeichen links. (s. Abb. 2)

Abb. 2: Darstellung mono-bzw.multifokaler Ereignisse im Körper

II. Patienten mit schubförmig remittierender MS (RRMS):

Patienten mit schubweise verlaufender Multipler Sklerose (RRMS), die in den letzten zwei Jahren zwei oder mehr Schübe durchgemacht haben.1

Abb. 3: Verlauf der schubförmigen remittierenden MS

III. Patienten mit sekundär progredienter MS (SPMS):

Patienten mit sekundär progredient verlaufender Multipler Sklerose (SPMS), die sich in einem akuten Krankheitsstadium befinden, d.h. klinische Schübe erfahren.1

Abb. 4: Verlauf der sekundär progredienten MS mit aufgesetzten Schüben

Für alle indizierten Behandlungsstadien gilt:

Kinder und Jugendliche (ab 12 Jahren) 

Es wurden keine klinischen oder pharmakokinetischen Studien bei Kindern oder Jugendlichen durchgeführt. In begrenztem Umfang vorliegende veröffentlichte Daten deuten jedoch daraufhin, dass das Sicherheitsprofil bei Jugendlichen von 12 bis 16 Jahren, denen Betaferon 250 μg (8,0 Mio. IE) jeden zweiten Tag subkutan injiziert wird, ähnlich ist wie bei Erwachsenen. 1, 2
Lesen Sie hierzu auch Kapitel „MS und Kinder“ (Kapitel 5.1)

Betaferon ist nicht geeignet für: 

  • Patienten mit primär progredienter MS 

Für Patienten mit primär chronisch-progredienter MS (PPMS) ist Betaferon nicht zugelassen.

  • Kinder und Jugendliche (unter 12 Jahren) 

Zur Anwendung von Betaferon bei Kindern unter 12 Jahren liegen keine Daten vor, daher sollte Betaferon bei dieser Patientenpopulation nicht angewendet werden.1

Literatur
  1. Fachinformation Betaferon, Stand März 2017.
  2. Gärtner J et al., MSJ 2017; DOI: 10.1177/2055217317747623.