Multiple Sklerose-Therapien in Schwangerschaft und Stillzeit im Überblick

Für die derzeit auf dem Markt befindlichen Wirkstoffe zur Behandlung der Multiplen Sklerose existieren unterschiedliche Zulassungen in Bezug auf die Anwendung während der Schwangerschaft und Stillzeit. Unsere Zusammenfassung bringt die Fachinformationstexte diesbezüglich auf den Punkt und zeigt, dass eine therapielose Zeit vermieden werden kann.

Damit auch Sie stets alles Relevante auf einen Blick haben, stellen wir Ihnen die Zusammenfassung im Folgenden als Download zur Verfügung.

Die Informationen auf den nächsten Seiten dürfen nur medizinischen Fachkreisen zugänglich gemacht werden (Heilmittelwerbegesetz). Sie haben die Möglichkeit sich sowohl über den Bayer Vital Login als auch über DocCheck einzuloggen.

Sollten Sie noch bei keinem dieser Services registriert sein, melden Sie sich bitte dort an. Es warten noch viele weitere interessante Artikel und Services auf Sie.

Mit der Zulassungsänderung der Beta-Interferone, z.B. Betaferon, können Frauen ihre Beta-Interferon-Therapie nun auch während der Schwangerschaft anwenden, wenn klinisch erforderlich, und in der Stillzeit fortsetzen bzw. wieder aufnehmen.

Bei anderen Präparaten sind laut Fachinformation einige Restriktionen zu beachten.

Teriflunomid ist sowohl während der Schwangerschaft als auch in der Stillzeit kontraindiziert.1

Eine Anwendung von Glatirameracetat soll während der Schwangerschaft aus Vorsichtsgründen vermieden werden, es sei denn der Nutzen für die Mutter überwiegt das Risiko für den Fetus.2

Fingolimod ist während der Schwangerschaft kontraindiziert und Frauen sollten unter Einnahme dieses Wirkstoffes nicht stillen.3

Alemtuzumab darf nur unter sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung während der Schwangerschaft eingenommen werden. Das Stillen sollte während einer Behandlung und 4 Monate nach der letzten Infusion von Alemtuzumab unterbrochen werden.4

Cladribin ist sowohl bei Schwangerschaft als auch bei Stillzeit kontraindiziert.5

Ocrelizumab soll während der Schwangerschaft nicht angewendet werden, es sei denn der Nutzen für die Mutter überwiegt das Risiko für den Fetus. Frauen sind darauf hinzuweisen das Stillen während der Behandlung zu unterbrechen.6

Die Anwendung von Dimethylfumarat während der Schwangerschaft wird nicht empfohlen. Auf eine Anwendung während der Stillzeit soll verzichtet, oder das Stillen unterbrochen werden.7

Natalizumab soll nur unter sorgfältiger Nutzen-/Risiko-Abwägung angewendet werden. Das Stillen soll während der Behandlung unterbrochen werden.8

Literatur
  1. Fachinformation Aubagio, Stand 10/19
  2. Fachinformation Copaxone, Stand 11/19
  3. Fachinformation Gilenya, Stand 12/19
  4. Fachinformation Lemtrada, Stand 01/20
  5. Fachinformation Mavenclad, Stand 01/20
  6. Fachinformation Ocrevus, Stand 02/20,
  7. Fachinformation Tecfidera, Stand 01/20
  8. Fachinformation Tysabri, Stand 10/19