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LDN bei MS weiterhin nicht empfehlenswert

12.03.10 | In einer Phase II-Studie mit 80 MS-Patienten fanden Wissenschaftler der Universität von Kalifornien in San Francisco keinen Vorteil einer Behandlung mit LDN (low dose naltrexone, ein Opiatantagonist, der normalerweise beim Drogenentzug zum Einsatz kommt).[1] 25 Prozent der Patienten beendete die plazebokontrollierte Studie vorzeitig. Die Behandlung mit LDN hatte keinen Effekt auf die MS-Symptome. Einige der Studienpatienten berichteten eine subjektive Verbesserung ihrer kognitiven Fähigkeiten. Die Behandlung schien sicher, mit der einzigen berichteten Nebenwirkung "lebhafte Träume". Der Ärztliche Beirat der DMSG warnte bereits 2004 in einer Stellungnahme[2] vor der Selbstmedikation mit LDN. Seit Jahren preisen einzelne Patienten das Medikament aufgrund selbstgemachter Erfahrungen immer wieder an. Die wissenschaftlichen Ergebnisse sprechen weiterhin nicht für einen Nutzen von niedrig dosiertem Naltrexone (LDN) für MS-Patienten.

 Quellen:

1] MS Society UK, 01.03.2010: Phase II trial of LDN results released http://www.mssociety.org.uk/research/research_news/ldn_trial.html

[2] Ärztlicher Beirat der DMSG (2004): "Selbstversuch mit Naltrexone / Nemexin bei MS ?" 

http://www.dmsg.de/multiple-sklerose-news/index.php?w3pid=news&kategorie=therapien&anr=861&suchbegriffe=naltrexone


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