Häufigkeit und Schwere von MS-bedingter abnormer Ermüdbarkeit bei behandelten und unbehandelten Patienten
18.12.07 | Abnorme Ermüdbarkeit, auch bekannt unter dem Begriff "Fatigue", ist eines der häufigsten und am schwersten beeinträchtigenden Symptome der Multiplen Sklerose (MS). Die nordrhein-westfälischen Forscher, die hier ihre Ergebnisse vorlegen, untersuchten die denkbare Verbindung zwischen MS-bedingter Fatigue und den verfügbaren krankheitsmodifizierenen Behandlungen/den Hauptcharakteristika der Erkrankung bei 320 Patienten.
Die Häufigkeit der Fatigue (schwere Auspägung; Fatigue Severity Scale score >/=5) im untersuchten Patientenkollektiv betrug 50 %. In passenden statistischen Auswertungen konnte keine signifikanter Unterschied hinsichtlich Fatigue zwischen der Anwendung von immunsuppressiven/immunmodulierenden Medikationen bzw. keiner medikamentösen Behandlung gefunden werden. Obwohl alle untersuchten krankheitsmodifizierenden Medikationen wirksam die Krankheitsaktivität und die Entzündung reduzieren, scheinen sie keinen signifikanten Einfluss auf die MS-bedingte Fatigue auszuüben.
Quelle:
Putzki N, Katsarava Z, Vago S, Diener HC, Limmroth V.
Prevalence and Severity of Multiple-Sclerosis-Associated Fatigue in Treated and Untreated Patients.
Eur Neurol. 2007 Nov 30;59(3-4):136-142 [Epub ahead of print]
http://www.ncbi.nlm.nih.gov/sites/entrez?cmd=Retrieve&db=PubMed&list_uids=18057900
