Natürlich stellen sich MS-Betroffene die Frage, ob MS erblich ist. MS ist keine klassische Erbkrankheit, allerdings steigt das Risiko an einer MS zu erkranken, wenn Verwandte betroffen sind. Wenn beide Eltern an MS erkrankt sind, steigt das Risiko für das Kind deutlich an. Dies heißt jedoch nicht, dass jeder, der die Veranlagung hat, auch wirklich MS bekommt. Auch Umweltfaktoren spielen eine Rolle. Die genauen Wechselbeziehungen zwischen ererbter Anlage und Umweltfaktoren sind noch nicht erforscht.

Überblick in Zahlen zur Vererbung einer MS:

  • Das MS-Risiko in der Gesamtbevölkerung liegt bei 0,1 bis 0,2 %.
  • Bei Kindern mit einem an MS erkrankten Elternteil liegt das MS-Risiko bei 2%.
  • Haben beide Elternteile MS, liegt das Risiko einer Vererbbarkeit bei 20 %.

Besprechen Sie Ihren Kinderwunsch mit Ihrem behandelnden Facharzt, z. B. ihrem Neurologen oder Frauenarzt. Er wird Sie umfassend beraten und mögliche Risiken mit Ihnen besprechen.

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Nicole über ihren Kinderwunsch trotz MS, ihre Einstellungen und ihre Zukunft mit Mann und Kind:

„Die Krankheit hat nicht das Recht, über das Leben eines persönlichen Menschen zu entscheiden, sondern das sollte man immer noch selbst tun. Angst vor etwas zu haben, hemmt einen mehr, als dass man sich darauf einlässt und freut und einfach mal lebt, als wäre man gesund. Das kann man, das geht!“