Die Formen der MS
Die MS ist häufig durch Schübe gekennzeichnet. Von einem Schub spricht man dann, wenn neue Krankheitszeichen auftreten und länger als vierundzwanzig Stunden andauern oder wenn frühere Krankheitszeichen sich wieder deutlich verstärken, nachdem sie mindestens einen Monat nicht auftraten, so spricht man von einem Schub.
Schubförmigremittierender Verlauf
Treten bei einem Patienten wiederholt Schübe auf, die sich weitgehend zurückbilden, so spricht man von einem schubförmig-remittierenden Krankheitsverlauf. Zwischen den Schüben kann der Patient häufig beschwerdefrei leben.
Sekundär progredienter Verlauf

Von einem sekundär progredienten (d.h. fortschreitenden) Verlauf spricht man, wenn zwischen den Schüben die Behinderung mit der Zeit bleiben und zunehmen.
Dabei können noch Schübe auftreten oder ganz fehlen. 80% der Patienten mit anfänglich schubförmig-remittierender MS gehen in den sekundär progredienten Verlauf über.
Primär chronisch progredienter Verlauf
Seltener ist der primär chronisch progrediente Verlauf der MS. Bei dieser MS-Form entwickeln sich Beschwerden und Krankheitssymptome von Beginn an stetig, aber ohne Schub und ohne dass es zwischenzeitlich zu einer Rückbildung der Beschwerden kommt.

