lidwina 3 | 2005, September 2005
Editorial
Liebe Leserin, lieber Leser, der Brief an die Redaktion hat ein Echo: Petra aus Wittenberg schrieb uns, dass sie nicht gerne mit „MSler“ angesprochen werden möchte. Wir hatten Sie alle daraufhin um Stellung nahmen gebeten. Und die kamen! Erst einmal vielen Dank dafür.
Die Antworten spannen sich von der Position, „MSler“ oder sogar auch „MSsies“ als Gruppenbezeichnung wie Sportler, Arbeitnehmer oder Freund, bis hin zu einer starken emotionalen Betroffenheit und Ablehnung.
Deutlich wird dabei eines: Egal wie die Menschen, die an MS erkrankt sind, genannt werden: immer ist diese sprachliche Auseinandersetzung auch eine Auseinandersetzung jedes Einzelnen – ob MSler oder nicht – mit der Erkrankung und der gesellschaftlichen Position der Betroffenen.
Für uns als Redaktion ist es wichtig, dass Sie wissen: Wir benutzen diesen Begriff integrierend. Sie sind für uns mehr als nur MS-Patienten. Sie sind für uns Menschen, die als Teil dieser Gesellschaft Freund, Familienmitglied, Kunde, Musikliebhaber, Autofahrer und, und, und ... sind. Und vor allem sind Sie für uns immer mehr als die Summe Ihrer Teile!
Herzliche Grüße Friederike Rausch, Chefredakteurin
Inhalt
Schwerpunkt: MS und Schmerz
Die MS selbst ist nicht schmerzhaft – ihre Folgen können es durchaus sein. Welche Ursachen Schmerzen bei MS haben können und wie sie behandelbar sind, erklärt der MS-Experte und Schmerztherapeut Professor Dr. med. Carl D. Reimers.
Mobilität: Vorfahrt für Komfort
Mobil sein – fast unverzichtbar in unserer Gesellschaft. Selber Auto zu fahren ist dann oft eine große Hilfe und kann auch viel Spaß machen. lidwina hat Ausschau gehalten, was sich auf dem Automobilmarkt so alles bewegt und welche Erleichterungen es für Menschen mit Handicap gibt.
Aus eigener Kraft
Menschen mit besonderen Ideen und Ideen für besondere Menschen: Karla Brümmer hilft anderen behinderten Menschen mit großem Engagement. Lesen Sie mehr über diese außergewöhnliche Frau und das Projekt "Verbundnetz der Wärme"!
Gesellschaft: Patientenautonomie
Am 2. Juni 2005 veröffentlichte der Nationale Ethikrat seine Stellungnahme zur Patientenverfügung. Professor Dr. med. Michael Arnold, der sich seit vielen Jahren für mehr Eigenverantwortung im Gesundheitswesen einsetzt, nimmt zu diesem Thema Stellung.
Bitte beachten Sie hier auch die 'extended online-version'
Reisen: Toskana
Kunst, Kultur und italienische Lebensart – das ist die Toskana. Ein lohnendes Reiseziel gerade im Herbst, wenn der große Touristenansturm vorüber ist und die Temperaturen erträglich werden.
Interview: MS-Kinderbuch
Stefanie Lazai ist die Autorin des Kinderbuches "Benjamin – Meine Mama ist besonderS". Es erzählt die Geschichte des kleinen Benjamin und seiner MS-kranken Mutter. Und es gibt Kindern und Eltern die Möglichkeit, sich dem Thema MS zu nähern – ob sie nun selbst betroffen sind oder nicht!
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