Zur Kultur des Reisens ins Ausland
12 Regeln für Auslandsreisen
Die von der Europa-Union Deutschlands herausgegebenen 12 goldenen Regeln für den Auslandsreisenden lauten:
- Vergiß es nie: In Deutschland bist Du ein Deutscher unter Millionen, im Ausland aber bist Du der Deutsche, nach dessen Worten und Taten der Fremde das Bild Deiner Nation formt.
- Verheimliche nicht, daß Du von deutschen Eltern stammst, aber sorge dafür, daß der Ausländer von dieser Tatsache angenehm berührt wird.
- Bist Du der törichten Ansicht, im Ausland sei alles schlechter als zu Hause, dann bleibe daheim. Glaubst Du, in der Fremde sei alles besser, dann kehre nicht wieder zurück.
- Ziehst Du durch fremde Länder, dann sorge dafür, daß sie von Deiner Schweigsamkeit widerhallen, je stiller Du bist, um so lauter werden die anderen reden.
- Kleide Dich so, daß Dich niemand bemerkt, aber setze Dir keinen Fez auf.
- Singe gern, wenn man Dich darum bitte, aber singe nur dann!
- Suche nicht dort aufzutrumpfen, wo Dir der Fremde überlegen ist, wo Du aber überlegen bist, lasse Dich lächelnd besiegen, auf daß Du verläßliche Freunde gewinnst.
- Denke daran, daß nur die Namen der Tugenden und Laster in andere Sprachen übersetzt werden können, was sie wirklich bedeuten, mußt Du in jedem Lande von neuem erfahren.
- Was Dir bei fremden Völkern merkwürdig vorkommt, bemühe Dich zu verstehen, gelingt Dir das nicht, so suche den Grund dafür zuletzt bei den anderen.
- Erhebe im Ausland den Finger nur, um zu lernen, nie um zu lehren!
- Sei auf Reisen sparsam, aber nicht geizig, trinke weniger als der Gastgeber, damit Dir um so mehr Zeit bleibt, seine Gastlichkeit zu rühmen.
- Der Fremde mag sich noch so sehr vermummen in allerlei national Trachten: In der Stunde der Gefahr vergiß nicht, daß auch er nur ein Mensch ist wie Du!

Quelle:
Werner Lenz
MerkWürdiges von AZ Ein kluges Taschenbuch für Jedermann.
Erschienen im Präsenzverlag Heinz Peter. Gütersloh 1959.
ISBN 3-87644-3059




