MS heißt Mach's Selbst
Diese einfachen Worte haben eine große Bedeutung für den betroffenen MSBetroffenen einerseits und für seine Umgebung andererseits.
Viele MSBetroffene kennen die Situation, besonders zu Beginn der Erkrankung, wo noch keiner richtig weiß, was los ist: Plötzlich fallen einem dauernd Dinge aus der Hand, gehen kaputt, man stolpert häufig. Die häufigsten Reaktionen: Ärger und Unverständnis. Die Folge ist oft, dass man anfängt, die Dinge zu vermeiden, die Peinlichkeit verursachen.
Das kann bloß das Anfangsverhalten sein oder das Verhalten schleift sich ein, dass man ständig versucht, bestimmte Dinge nicht mehr zu tun und andere statt dessen für einen tun zu lassen.
Sich helfen lassen, ohne die eigene Selbstständigkeit zu verlieren
Aber was ist die Folge? Für den Betroffenen bedeutet das einen kontinuierlichen Verlust von Selbstvertrauen. Die Umgebung denkt immer häufiger Er (oder sie) kann es ja nicht mehr.. Dadurch nehmen die Familie, Freunde oder Kollegen, meist zwar gut gemeint, immer häufiger auch einfache Schritte des täglichen Lebens ab, die der MS–Betroffener aber eigentlich selbst auch ganz gut meistern könnte. Damit wird er/sie immer unselbständiger und fühlt sich immer überflüssiger und immer deprimierter über die scheinbare Nutzlosigkeit seines Lebens, was dann oft zu Depressionen führt, die nicht förderlich für das Wohlbefinden und damit für die MS sind.
Natürlich ist jeder individuelle Fall anders. Es stellt nur ein Muster dar, daß auf viele Betroffene zutreffen kann, aber nicht muss.
Solche Verhaltensweisen können nur bewusst gemacht werden, wenn Betroffene und Angehörige sich Rat von Mitbetroffenen, MS–Gesellschaften, Selbsthilfegruppen holen, und wenn Betroffener und Familie miteinander über das Problem reden können.
Falls Sie ähnliche oder andere Erfahrungen gemacht haben oder Tipps für Mitpatienten geben möchten zu diesem Thema, sind diese herzlich willkommen. Eine eMail an die Redaktion reicht vollkommen aus: serviceteam@betaplus.net




