Mit der Diagnose klarkommen
Die Diagnose MS zu erhalten, kann sowohl für den Patienten als auch für seine Familie ein niederschmetterndes Erlebnis sein. Da der Verlauf der Krankheit unvorhersehbar ist, ist es schwierig, sich psychologisch auf die Krankheit einzustellen und für die Zukunft zu planen. Die Tatsache, dass es keine Heilung gibt, mag schwer zu akzeptieren sein. Jedoch bleiben viele Patienten für 20 Jahre und länger nach der Diagnose unabhängig und nur bei einem kleinen Teil kommt es zu einer schweren Behinderung.
Wie Sie die Situation meistern können
- Erwarten Sie bei dem ersten Arztbesuch nicht, dass Sie gleich alle Informationen über MS begreifen
- Bereiten Sie eine Liste von Fragen für Ihren nächsten Besuch beim Arzt vor und fragen Sie so lange, bis Sie eine Antwort erhalten, die Sie verstehen
- Machen Sie sich klar, dass Sie durch eine Art Trauerprozess gehen, der Schock, Wut, Depression und Verleugnung einschließt
- Versuchen Sie eine objektive Haltung zu Ihrem Zustand anzunehmen, wobei Sie MS weder "überakzeptieren" noch verleugnen, d.h.:
- Akzeptieren Sie, dass es neue Grenzen gibt, aber geben Sie nicht auf.
- Passen Sie sich neuen Lebensweisen an mit möglicherweise neuen Rollen in Haushalt und Beruf.
- Leben Sie und nehmen Sie teil so viel wie möglich.
- Geben Sie Ihrem Leben eine neue Bedeutung und neue Ziele.
Konkret: Betroffene erzählen von ihrer Diagnoseeröffnung
Hier berichten Menschen mit MS, wie sie von ihrer Diagnose erfahren haben, was sie dabei empfunden haben, was gut war und was - rückblickend - besser hätte laufen sollen:
Wenn Sie möchten, steuern Sie an dieser Stelle Ihre persönlichen Erfahrungen bei. Damit helfen Sie denen, die die Diagnose eben erst erhalten haben, denn Ihre Erfahrungen zeigen den "Neulingen", dass sie nicht allein stehen mit ihrem aktuellen persönlichen Erleben.
Und Sie können mit ihrem Erfahrungsbericht helfen, Verbesserungen für die "Erstversorgung" von frisch Diagnostizierten anzuregen - sei es ausreichend ausführliche Information, sei es psychologischer Support, sei es Hilfe zur Vernetzung mit anderen Betroffenen und helfenden Stellen.
Um Ihre Erfahrungen zu veröffentlichen, schicken Sie Ihren Text an serviceteam@betaplus.net.
Nach der Redaktion und vor der Veröffentlichung an dieser Stelle erhalten Sie Ihren Text zur Freigabe zurück. Erst nach Ihrer Freigabe wird der Text publiziert.
Literatur
Gibson J, Frank A. Supporting individuals with disabling multiple sclerosis. J Roy Soc Med 2002; 95: 580-586.




